Häufige Fragen bei Kiefergelenksbeschwerden / CMD

Wie schnell bekomme ich einen Untersuchungstermin?

Für Kiefergelenkspatienten haben wir spezielle Sprechstunden eingerichtet.

Unser Ziel ist es eigentlich, Ihnen binnen ca. 2-3 Wochen einen Termin anbieten zu können (außer in Urlaubszeiten).
Wir verzeichnen jedoch momentan eine extreme Nachfrage. Obwohl Dr. Peiler schon die Sprechstunden erweitert hat, kann es leider zu Vorlaufzeiten von rund 4-6 Wochen kommen. :-(

Da jedoch immer wieder spontan Patienten ihren Termin verschieben oder absagen müssen, können wir Sie auf Wunsch auch gerne auf die Warteliste nehmen. Möglicherweise kommen Sie so spontan an einen ganz schnellen Termin.

Rufen Sie uns am besten an, dann bietet Ihnen unser Team gerne den nächstmöglichen Termin an.

Wichtig: Sie können einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen?

Für die Erstuntersuchung reservieren wir eine Stunde Zeit für Sie.

Bitte sagen Sie einen Termin mindestens 24 Stunden vorher ab, wenn Sie ihn nicht wahrnehmen können. So können wir den Termin an andere Patienten auf der Warteliste vergeben.

Was ist, wenn ich einen Termin nicht wahrnehmen kann?

Vereinbarte Termine halten wir extra für Sie frei. Bei der Erstuntersuchung reservieren wir eine Stunde Zeit für Sie. 

Es kann immer vorkommen, dass man einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen kann. Dafür haben wir vollstes Verständnis. Ärgerlich ist es jedoch, wenn ein Patient nicht erscheint, ohne abzusagen.

Bitte sagen Sie Ihren Termin rechtzeitig ab

Rufen Sie uns bitte kurz unter Tel. 09422/4035 205 an und sagen Sie Ihren Termin mindestens 24 Stunden  vorher ab.

Gerne vergeben wir den Termin dann an einen anderen Patienten, denn wir möchten Ihnen nur ungern Ausfallkosten in Höhe von 100,- EUR in Rechnung stellen.

Was soll ich zur Erstuntersuchung mitbringen?

Bitte bringen Sie Ihre Versichertenkarte und nach Möglichkeit eine Überweisung (z.B. vom Physiotherapeuten, Hausarzt oder Zahnarzt) mit. Eine Überweisung können Sie hier herunterladen und dem Überweiser zur Zeitersparnis vorlegen.

Sollten Sie bereits eine/mehrere Aufbiss-Schiene(n) besitzen oder Kernspin-Aufnahmen (MRT) vom Kiefergelenk haben, bitte ebenfalls mitnehmen.

Bitte nehmen Sie fünf Tage vor der Erstuntersuchung keine Physiotherapie mehr war, falls Sie sich aktuell in Behandlung befinden.

Warum leiden so viele Menschen an Kiefergelenksproblemen?

Die Belastung in unserer Gesellschaft nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im Beruf, im Alltag, ja sogar in der Schule. Da verwundert es nicht, dass der Mensch heute mehr „Stress“ abbauen muss als früher. Dies führt zunehmend zu Überbelastungen der Kaumuskulatur, Zähneknirschen und Pressen und kann Erkrankungen im Kiefergelenk auslösen. Dies kann im Pubertätsalter beginnen und bis ins höhere Alter reichen. Am stärksten betroffen sind junge Frauen von etwa 13 bis 40 Jahren.

Wodurch kommen die häufigen Verspannungen und Kopfschmerzen?

Diese sogenannten „craniomandibulären Dysfunktionen“ (CMD) können Auslöser für häufige Kopf- und Muskelschmerzen im Gesicht, Nacken und Schulterbereich sein.

Werden die Kaumuskeln überbelastet, versuchen Nacken- und Schultermuskulatur „auszugleichen“. Diese sind aber meist nach kurzer Zeit ebenfalls überlastet und dann hart und verspannt.

Soll ich Kaugummi-Kauen?

Häufiges und vor allem langes Kaugummi-Kauen ist "Gift" für Kiefergelenkspatienten. Dies steigert die Muskel-Belastung und die Beschwerden können noch zunehmen.

Gegen einen gelegentlichen Kaugummi ist nichts einzuwenden, aber bitte nicht täglich mehrfach und stundenlang.

Wie kann man Kiefergelenksbeschwerden behandeln?

Vor einer Behandlung steht eine genaue Untersuchung, denn nur dann weiß man, wo die Probleme liegen und wie man diese am besten behandeln kann. Durch die sogenannte "Funktionsanalyse" (Untersuchung des Kiefergelenks) lassen sich Fehler im Kausystem erkennen und Kiefergelenksbeschwerden gezielt behandeln.

Die Schiene, die mein Hauszahnarzt gemacht hat, hat nicht geholfen

Es gibt sehr verschiedene Schienentypen. Im Rahmen der Funktionsanalyse kann Dr. Peiler ermitteln, welche Schiene für Sie die richtige ist. Bringen Sie Ihre bisherige Schiene bitte zur Untersuchung mit, dann kann überprüft werden, ob diese Schiene zum Ziel führt.

Bringt eine "weiche" Schiene etwas?

Bei den meisten Kiefergelenksbeschwerden sollte die Schiene als Langzeittherapie sehr genau auf Bruchteile eines Millimeters eingeschliffen werden. Dies sorgt für eine exakte Abstützung der Zähne. „Weiche, biegsame Schienen“ kann man nicht exakt einschleifen und haben oft auch kaum einen Effekt, Probleme dauerhaft wirksam zu lindern.

Was ist eine Jig-Schiene?

Bei der Jig-Schiene nach Dr. Erich Wühr wird auf der Schiene ein Block auf die Frontzähne gesetzt. Das funktioniert so, als würden Sie mit den mittleren Schneidezähnen auf einen Kugelschreiber beißen.

Beim Zubeißen beißen nur die unteren Frontzähne auf den Block ("Jig"). Der Körper löst einen Schutzreflex aus und reduziert die Kraft in der Muskulatur - der Patient kann die Kaumuskeln fast nicht mehr anspannen. Durch das "Rausnehmen" der Kraft in der Nacht können die Muskeln nicht mehr stundenlang verkrampfen.

Warum entlastet eine Jig-Schiene die Kaumuskeln?

Durch den Block auf den Frontzähnen haben beim Zubeißen nur noch die unteren Frontzähne Kontakt auf der Jig-Schiene. Das Gehirn schaltet um auf „Abbeißen“ und reduziert damit erheblich die Kraft der Muskulatur als „Schutzreflex“.

Kann ich die Jig-Schiene nicht auf Dauer tragen?

Die Jig-Schiene hilft oft hervorragend, die Muskeln werden sehr stark entspannt.

Immer wieder fragen Patienten, ob sie nun überhaupt noch eine Stabilisierungsschiene benötigen und nicht die Jig-Schiene auf Dauer weiter tragen können. Die Jig-Schiene sollte nur wenige Wochen getragen werden, sonst kann es in Einzelfällen sein, dass sich die Backenzähne im Unterkiefer verschieben.

Welche Kosten trägt meine Krankenkasse?

Die Kosten für Funktionsanalyse, Jig-Schiene und Gesichtsbogenvermessung dürfen gesetzliche Krankenkassen nicht übernehmen.

Für eine Funktionsanalyse müssen gesetzlich versicherte Patienten in der Regel mit ca. 100,- EUR rechnen – je nach Schweregrad und Untersuchungsdauer auch mehr. Über von Ihnen zu tragende Eigenanteile informieren wir Sie selbstverständlich vor der Behandlung.

Bei privat Versicherten werden die Kosten – je nach Vertrag – häufig übernommen.
Gerne erstellen wir einen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Versicherung vorab einreichen können.

Übernimmt meine Zahnzusatzversicherung einen Teil der Kosten?

Die Kosten für Funktionsanalyse, Jig-Schiene und Gesichtsbogenvermessung dürfen gesetzliche Krankenkassen nicht übernehmen. Diesen Bereich nennt man "Funktionsanalyse" (Untersuchung) bzw. "Funktionstherapie" (Behandlung).

Je nachdem, was für einen Vertrag Sie mit Ihrer Zahnzusatzversicherung haben, kann die Funktionsanalyse / Funktionstherapie ein- oder ausgeschlossen sein. Ist sie eingeschlossen, werden die Kosten meist anhand Ihrer versicherten Leistungshöhe ganz oder prozentual übernommen.

Gerne erstellen wir im Zweifel einen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Zusatzversicherung vorab einreichen können.

Sollte ich auch zum Physiotherapeuten gehen?

In der Regel hilft bei CMD-Beschwerden am besten die Kombination einer Jig-Schiene oder Stabilisierungsschiene (je nach Befund)in Verbindung mit einer begleitenden Physiotherapie. Wir empfehlen hierzu eine Physiotherapie-Praxis in Anspruch zu nehmen, die auf Kiefergelenksbehandlung spezialisiert ist.

Wenn dies in Ihrem Fall angezeigt ist, erhalten Sie bei Bedarf von uns auch ein Rezept ("Heilmittelverordnung") für Physiotherapie.